heritage & sport

Als sich die Firma Adidas, Ende der 90er, für ein neues Logo entschied, wollte das Unternehmen sein berühmtes Kleeblatt nicht „wegwerfen“ und so „behielt es sein Glück“.

Heute ist es das Logo der Linie Adidas Originals. Dahinter verbergen sich teils Klassiker mit einem modernen Hauch, aber auch immer wieder Projekte mit großen Künstlern*innen und Sportlern*innen. Das Kleeblatt steht für Casual Sports- und Streetwear, mit ein bisschen 80s feeling.

Adidas war damit aber nicht alleine und auch aktuell kommen immer mehr Brands zurück.

Der Ursprung liegt im Sport. Diese Mode, die für Sport entworfen wurde, brach die Mauer zwischen genau diesen beiden Welten. Daraus folgte, dass auch so ein Stil für den Alltag entstehen konnte.

Bei Adidas begann die Geschichte der Dassler Brüder in einer alten Waschküche. Dort produzierte vor allem Adolf, den passenden Schuh für jeden Sportler. Nach Erfolgen als Ausstatter für Olympia, schlossen sich beide 1933 der NSDAP an. Nach dieser dunklen Vergangenheit wurde die Kooperation der Dasslers beendet und Rudolf gründete das Label PUMA. Beide Brüder bauten jeweils erfolgreiche Sportbekleidungsunternehmen auf, die bis heute für ihre Wurzeln bekannt sind.

Adidas entwickelte unter anderem auch neue Fußbälle. Darauf folgte eine Kooperation mit Le Coq Sportive, wodurch Sportbekleidung ein Teil von Adidas wurde und somit bis heute zum Erfolg von Adidas beiträgt. Adidas – Trainingsanzüge werden immer wieder neu aufgelegt.

Le Coq Sportif gehörte eine Zeit lang, in allen Formen, zu dieser Erfolgsgeschichte. Dabei schrieb die ursprünglich französische Marke über 90 Jahre ihre eigene Geschichte. Vor mehr als 130 Jahren, von Émile Camuset gründet, wurde in den 1920ern, durch seinen Sohn, das heutige Sportswear –Label. Daraus profitierte die Marke und wurde in den 50ern Ausrüster für die Tour de France und europäische Fußballteams, wie Ajax Amsterdam oder den FC Everton. Ende der 80er verlor das Unternehmen an Bedeutung. Darauf folgte die Rückkehr nach Frankreich und man baute das Unternehmen mit dem neuen „Standbein“ Streetfashion, wieder auf. Es dauerte weitere zehn Jahre, bis auch die Produktion wieder MADE IN FRANCE war. Von da an gewann Le Coq Sportif wieder an Erfolg. Zwei Jahre später wurden die Brand erneut Partner der Tour de France und Ausrüster von japanischen und südkoreanischen Fußballclubs.

Natürlich ist das runde Leder auch der Ursprung für die britische Sportmarke Umbro. Wembley und der wachsende Sport inspirierten die Humphrey Brüder zu diesem Schritt und legen den Grundstein für die Mode des heutigen Fußballs. Aus peruanischer Prima-Baumwolle fertigen sie in der Mitte der 30er, das Tangeru-Shirt und entwickeln dazu die “Fricshunfree”-Shorts, die für ein innovatives Design und Bewegungsfreiheit stehen. Der Focus auf Fußball ist bis heute geblieben, so dass einige Partner, wie das englische Nationalteam Three Lions oder hochrangige Topclubs, wie West Ham United, im Laufe der über 90 jährigen Unternehmensgeschichte treu geblieben sind.IMG_5208 (2)

Frederick Perrys Verbindung zum Ball benötigte einen Schläger. Der britische Modeschöpfer war ein erfolgreicher Tennis- und Tischtennisspieler, der es satt hatte, dass bei Wimbledon grüne Armeeshirts getragen wurden. Daraufhin ließ er weiße Poloshirts entwerfen und sponserte diese. Der Dank dafür war das Lorbeerkranz-Logo, das an seinen Sieg beim All England Cup erinnert. Nach den Hochphasen durch Subkulturen, wie Mods und Skinheads, fiel die Marke und blieb etwas“ auf der Strecke“. Mittlerweile hat sich Fred Perry aber erholt und ist mit seinen schicken, aber sportlichen Shirts sehr erfolgreich zurück im Geschäft . Neu inspiriert, aber dennoch classy British.

Die grundsätzliche Idee, Poloshirts im Tennis zu etablieren, gilt jedoch einem andern Spieler, dem „Alligator“. Der französische Tennis Champion, René Lacoste, entwickelt unter dem Konzept der praktischen Eleganz, in Zusammenarbeit mit André Giller, das bis heute bekannte sportliche Designerstück. Lacoste ist bekannt für seine Innovationen im Tennis. So revolutionierte er neben vielen Techniken und Equipment, wie zum Beispiel die Ballmaschine und den Tennisschläger aus Stahl, auch den Stil dieses Sports. Nach dem Austausch des weißen Hemdes durch das weiße Poloshirt, entwickelte er 1966 die Blouson Sportjacke, als Ersatz für den traditionellen Blazer.

Das Label Lacoste baut auch heute noch auf dem Konzept der praktischen Eleganz auf und findet seinen Weg zwischen moderner Schönheit und Sport.

Ellesse Erfinder Leonardo Servadio dachte auch ursprünglich sehr praktisch und wollte die richtige Skiwear entwickeln. Zusammen mit dem Einfluss von Tennis, entstand daraus zum Einen das neue Logo und zum Anderen ein Marke, die sich seit mehr als 50 Jahren immer weiter entwickelt hat und sich doch treu geblieben ist. Egal ob Sport oder Classic, beides ist auch heute noch bei Ellesse zu finden. Neu dazu gekommen ist, seit 2000, die ausgeprägte italienische Seite, unter der man sich etwas mehr von Sport entfernt und näher in Richtung Mode geht. Italienisch ist auch die nächste Brand.

Als die Brüder Fila 1911 ihr Unternehmen gründeten, um Unterwäsche für Menschen in den Alpen zu entwerfen, hätten sie sicher nicht damit gerechnet, dass es heute ein weltweit bedeutender Sportartikelhersteller ist. Der Erfolg kam auch erst 63 Jahre später, mit dem Einstieg in Sportswear.

Ende der 80er wurde das Unternehmen das erste Mal übernommen und ging an die Börse. So begann eine lange chaotische Zeit der unternehmerischen Umstrukturierung. Übernahmen und Stückelung, welche unter anderem zur Ausgliederung der Tochtergesellschaft Fila Korea führte. Später kauften die Teilhaber der Tochtergesellschaft auch die Rechte der ganzen Marke.

Darauf folgten erneute Umgestaltungen. Seit 2010 befindet sich der Großteil der Kontrolle wieder in Korea. Man will an den früheren Erfolg anknüpfen. Heritage und Sport spielen zusammen dafür eine wichtige Rolle. Zum einen werden dafür klassische Designs angeboten und zum Anderen moderne Sportswear. Die Aufteilung in die verschiedenen Bereiche ist jedoch nicht sehr gut gelungen, so dass alle Richtungen direkt unter dem Namen Fila vermarktet werden.

Unter einem völlig anderen Namen, Knickerbocker Knitting Company, beginnt die Geschichte des US-amerikanischen Sports- und Fanwear Unternehmens, Champion, welches seit den 1930ern ein bestehender Partner für College Teams und der dazugehörigen Fanwear ist. Des Weiteren zählen modisch Innovationen im Sport, wie das Baumwolljersey, die athletischen Shorts oder der Sport-BH zu den Erfolgen. Bis heute sind diese Produkte Teil des Unternehmens und sind sowohl in Old School heritage, als auch in ganz moderner Form zu erhalten.

Die Möglichkeiten sind also groß und es werden sicher noch mehr.

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