FashionWeek Nederland SS17

Aus den langweiligen Zuständen der deutschen Mode, mit Ihrer dazugehören “Berliner Szene”, haben wir uns aufgemacht und sind dabei nicht all zu weit gefahren. Nur 380 km liegt die niederländische Hauptstadt vom Marximum Office entfernt und dort sieht die Welt schon ganz anders aus.

Auf dem ehemaligen Gelände der Gasfabrik, im Westen Amsterdams, “Westergasfabriek”, ist heute ein Hotspot für sämtliche Arten von Kultur, also auch ein perfekter Ort für die Fashion Week.

Doch ist es nicht, wie in Berlin zum Beispiel, dass kleine Modeblogger_innen auf die lokale Avantgarde  treffen und sich abwertende Blicke geben müssen.

In Amsterdam kann jeder zur Fashion Week,sowohl  die eingeladenen, bekannten der Szene, wie auch Journalisten, Familien von jungen Designer*innen.Alle feiern gemeinsam in der offenen Lounge, auch die einfachen Fans, die sich ihr Ticket im Internet erworben haben. Das mag einem vielleicht etwas komisch vorkommen, sorgt aber auch für frischen Wind auf den Rängen.

Nach einem sehr düsteren Einstieg, durch die Kollektion von Miriam Reikerstorfer, katapultierte uns Elke van Zuylen in eine ganz neue Welt und präsentierte ihr Label NoNo Cake.

K-Pop dröhnte aus den Boxen und auch in der Kollektion The Shy-Movement zeigte sich der asisatische Einfluss. Leichte, durchsichtige Stoffe in Pastel,  zusammen mit Pailletten für große Rückenmotive, sind das Ergebnis dieser Inspiration.

Elke van Zuylen spiegelt ihr inneres mit der The Shy -Movement Kollektion wieder, ein zurückhaltender introvertierter Mensch, der seine bunte Vielfalt verbirgt.

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Auf ein popiges Inneres folgt zurückhaltender Minimalismus. Es ist Zeit für FUTURA.

Basierend auf einem 80s T-Shirt Label, der Eltern von Tom Renema, entstand das Designer Trio mit Renema, Anne Bosman und Sanne Schepers.

Aus der Dunkelheit tritt der FUTURA Squad hervor und schickt ein Model nach dem nächsten auf den erleuchteten Runway.

header_3© Team Peter Stigter

Von Denim gezeichneter Minimalismus trifft auf Patchwork und spielerische Muster.Die Farben Beige,Blau und Grau runden den schlichen Look ab und zeigen einen futuristischen Gedanken, der durch die bereits vergangen Tage der Designer_innen inspiriert wurde.

Ergänzt wird der Still durch Accessoires, wie Rucksäcke, die uns auch an unsere vergangene Schulzeit erinnern lassen.

 

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Die Nachnamen des Designerduos Tung Trinh und Tim Becx ergeben TRINHBECX. So auch der Name des Labels.

Zu Beginn der Show wurden die abgedunkelten Fenster geöffnet und es strahlt das Tageslicht in das alte Transformatorhuis. Ein Lichtblick war diese Show im Bezug auf Individualität.

Für die SS 17 Kollektion DRIFT, inspirierte man sich an der gleichnamigen Skulptur und einer zweiten, mit dem Namen Rosebund. Beide Skulpturen stammen aus dem Jahr 1962 und wurden vom britischen Bildhauer Phillip King erschaffen. Dabei geht es um einen sensiblen Ausgleich zwischen Maskulin und Feminin.

“With this collection we want to explore the border between these two”

Um eine Einheit von beiden dazustellen, verwendet man die Extreme von Kleinigkeiten. So stellt das Dreieck den Ausgleich da. Skurrile Silhouetten, die den Körper betonen, sollen mit konventionellen Idealen des weiblichen Körpers brechen. Dabei legt man Wert auf den Ausgleich zwischen funktional, einer Idee und Fantasie für eine moderne Vorstellung von Womenswear.

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Deshalb bedient sich TRINBECX an Work-Wear, geraden Silhouetten und grafischen Elementen, um den Schritt nach Vorne zu gehen.

trinhbecx_afws17_003

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